Levi's

Millionen von Leuten weltweit sind mit Levi’s Jeans aufgewachsen, dank dem jüngsten von sieben bayerischen Kindern von Hirsch Strauss und dessen zweiter Frau aus Buttenheim. Zwei Jahre nach dem Tuberkulosetod seines Vater emigriert der 17-jährige Levi mit drei Schwestern nach New York, wo zwei seiner Brüder den Kurzwarengrosshandel J. Strauss Brother & Co. betreiben. Bald lernt Levi deren Handwerk und nach einem erfolglosen Versuch, im kalifonischen Gold Rush 1853 den grossen Fund zu machen, startet der Philanthrop sein eigenes Trockengutunternehmen Levi Strauss & Co. als Westküsten-Pendant zur brüderlichen Firma. Nachdem im französischen Nîmes strapazierbarer Denim – wörtlich «de Nîmes» – entstanden ist, erhält Levi 1872 einen Brief vom nevadischen Schneider Jacob Davis, die ungewöhnliche Art beschreibend, in der er langlebige Hosen geschneidert hat: mit Pferdegeschirr- Nieten an hoher Belastung ausgelieferten Stellen. Um diese Idee zu patentieren braucht Davis einen Partner und im Mai 1873 ist es soweit: Levi und Davis’s Patentierung der Jeans wird gewährt und die vernieteten Waist Overalls erfolgreich Fabrikangestellten, Cowboys und Holzfällern angeboten. 1890 wird die Partienummer «501» für eine Serie dieser praktischen Arbeitshosen verwendet und etabliert sich fortan als Begriff. Die Legende erzählt, dass die im Schritt sitzenden Nieten von Cowboys wieder entfernt wurden, nachdem sich diese beim Sitzen am Lagerfeuer Verbrennungen an empfindlichen Körperteilen geholt hatten. Das an Adlerschwingen erinnernden Stickmuster auf den hinteren Hosentaschen wird 1943 als Markenzeichen von Levis registriert. Levi Strauss wird 1992 zu einem der ersten grossen Unternehmen Amerikas, in denen in festen Partnerschaften lebende Homosexuelle dieselben Sozialleistungen erhalten wie verheiratete Heterosexuelle. Es ist auch die erste Firma, die in USA einen Verhaltenskodex für respektvollen Umgang der Mitarbeiter untereinander einführt.