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Aus dem Magazin

Handwerk

Filmstars und Royals wärmen sich die Finger mit Handschuhen von Merola. Sie sind zum Greifen nah.

Wenn Jason Isaac seinen Revolver auf Mel Gibson richtet, sind seine Hände in schwarzes Leder gepackt. Das Accessoire im oscarnominierten Film «The Patriot» stammt von Merola. Im Gegensatz zum Kriegsheld ist der Familienbetrieb aber keinesfalls dem Tod geweiht. Seit 1885 produziert man in Rom edle Handschuhe, mittlerweile in vierter Generation.

Noch immer werden die grösstenteils in Handarbeit gefertigten Stücke in der kleinen Produktionsstätte von knapp sechzig Schneidern und Nähern hergestellt. Von der Lederauswahl über den exakten Zuschnitt und die Verarbeitung bis hin zum finalen Bügeln sind nicht weniger als sechs Spezialisten beteiligt. Sie gehen nach altbewährten Techniken vor und verzichten weitestgehend auf die Hilfe von Maschinen. Das römische Label hatte noch weitere filmreife Auftritte, etwa mit Nicole Kidman in «Australia», Kate Winslet in «Titanic» oder Matt Damon in «The Talented Mr. Ripley».

Die feine Qualität überzeugt offenbar auch Royals aus Europa und Japan, die ihre Hände gern in diesen handgefertigten Lederhandschuhen warmhalten. So begehrt ein Merola-Erzeugnis ist, so exklusiv bleibt es auch: Nicht mehr als 20 000 Stück verlassen pro Jahr die Werkstatt. Zwischendurch gibt sie ganz schön Gas, diese beispielhafte «Slow-Design-Manufaktur»: Zur Kollektion gehören auch Driving-Gloves. Für Lamborghini und Lotus produziert sie eigens Handschuhe für die Rennfahrer. Für den täglichen Gebrauch empfehlen wir Ihnen wärmstens den Klassiker mit den drei «cordoni» (deutsch: Schnüre) auf dem Handrücken. Der schmeichelt mit butterweichem Peccaryleder vom wilden Nabelschwein und Kaschmirfutter bis in die Fingerspitzen – für angemessene 150 Franken.

Handschuhe von Merola sind in der Herrenwelt in der 1. Etage erhältlich.

Text: Elena Geser

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