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Kette und Pochette

Die Zeiten sind vorbei, in denen sich Männer mit weissem Hemd und schwarzem Anzug zufriedengaben. Ein Mann ohne Accessoires sieht oftmals aus, als sei er nicht fertig angezogen. Um jedoch richtig angezogen zu wirken, ist jedoch nicht das einzelne Accessoire ausschlaggebend, sondern das Gesamtbild.

Der Reversstecker: Blumige Abwechslung

Bereits vor über 4000 Jahren erfreuten sich die Azteken an Schmuck aus Blumen. Auch die alten Ägypter nutzten sie gemäss Überlieferungen als Dekoration auf Textilien. In der Zeit, in welcher noch keine Militäruniformen verfügbar waren, nutzten die Kriegsparteien zur Erkennung der Zugehörigkeit Blumen, die sie sich ansteckten. Heute werden Boutonnieres, wie die Ansteckblumen auch genannt werden, fast nur noch auf Hochzeiten und besonderen Feiern getragen. Schade, finde ich. Denn mit Reversstecker kann ein Outfit extrem aufgewertet werden.

Tipp: Das Revers besteht aus zwei Stofflagen. Um den Anzug nicht mit Löchern zu ruinieren, stecken Sie die Ansteckblume lediglich durch die untere Stoffschicht.

Die Schlüsselkette: Von Heavy Metall zum Schmuckstück

Als Accessoire rebellischer Subkulturen war sie einst massiv, schwer und wahrlich kein Augenschmaus. Sie wirkte hart und strahlte Stärke aus. Heute gibt es das Accessoire auch für den modebewussten Herrn in filigranerer Ausführung. Es gibt sie als geknotete Baumwollschnüre oder metallketten mit Steinen oder anderen kleinen Details dekoriert.

Tipp: Farblich sollte die Schlüsselkette immer auf die anderen Accessoires des Outfits abgestimmt sein und sich von der Kleiderfarbe abheben. Tragen Sie die Kette nie zum klassischen Businessoutfit. Beschränken Sie sich besser auf das elegante und klassische Freizeitoutfit.

Das Einstecktuch: Unverzichtbares Accessoire

Etabliert hatte sich das Einstecktuch oder auch Pochette genannt in Frankreich. Lous XVI. erliess einen Beschluss, wonach es quadratisch sein sollte. Denn Marie Antoinette bemerkte, dass diese Form die ästhetischste ist. Einst als einfarbiges Luxusobjekt zum Putzen der Nase oder zum Trocknen von Tränen benutzt, wurde es bereits früh zum modischen Accessoire mit Paisley, Streifen oder Punkten. Während das Tuch im 20. Jahrhundert altmodisch erschien und fast gänzlich von der Bildfläche verschwand, gilt es heute wieder als Zeichen guten Geschmacks.

Tipp: Nehmen Sie die Farben anderer Accessoires auf, verzichten Sie jedoch darauf, denselben Stoff wie bei der Krawatte oder Fliege zu wählen.

 

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