Kuhn Rikon

Im Jahre 1926 geht die einstige Kupfer- und Stahlpfannen-Manufaktur «Gebr. Kindlimann», die im Volksmund «Pfanni» genannt wird, Konkurs. Noch im selben Jahr wird Heinrich Kuhn-Boller auf den bankrotten Betrieb, der seinen Standort in Rikon im Zürcher Tösstal hat, aufmerksam. Er erwirbt die Manufaktur und benennt sie in die «Heinrich Kuhn Metallwarenfabrik» um. 1927 wird mit der Entwicklung von Elektroherden, eine neue Technologie in der Herstellung von Pfannen erfordert. Heinrich Kuhn-Boller gelingt es mit der Eigenmarke «Duro» das erste Kochgeschirr, das sich für die neue Beheizungsart eignet, zu produzieren. Für die Herstellung dieses Kochgeschirrs benutzte er als Erster Aluminium statt Kupfer oder Messing. Im Jahr 1932 erkrankt Heinrich Kuhn an Krebs und stirbt an den Folgen einer komplizierten Gehirn-Operation. Nach Kuhns Tod findet der erste Generationswechsel statt: Sein Sohn Henri, der zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Matur steht, übernimmt die Geschäftsleitung. Ein Jahrzehnt später überzeugt Henri seinen jüngeren Bruder Jacques mit ins Familiengeschäft einzusteigen. Jaques Kuhn, der eine Ausbildung als Maschineningenieur an der ETH geniessen konnte, wird 1947 technischer Leiter der Firma. Bei einer Reise durch die USA entdeckt er die Fliessband-Fertigung und führt sie auch in die Schweiz ein. 1949 gelingt den Brüdern Kuhn die nächste Innovation: Sie lancieren den Dampfkochtopf «Duromatic», der rasch zum Marktführer in diesem Segment avanciert. Mit diesem Erfolgsprodukt wird die Basis für die Exporttätigkeit gelegt. In den folgenden Jahren bringt «Heinrich Kuhn Metallwarenfabrik» noch andere Innovationen auf den Markt, wie das doppelwandige Kochgeschirr namens «Durotherm», das sogar patentiert wird. Heute wird das Unternehmen, das sich seit 2001 «Kuhn Rikon» nennt, in der vierten Generation erfolgreich geführt. Seine führende Marktposition in der Schweiz hat «Kuhn Rikon» dank Innovationen und Qualität gefestigt.