Moleskine

Es ist der Begleiter der Kreativen und Intellektuellen der vergangenen zwei Jahrhunderte. Will man der Geschichte Glauben schenken, nutzen schon Vincent Van Gogh, Pablo Picasso und Bruce Chatwin das schwarze Notizbuch für ihre Ideen. Letzterer erzählt in seinem Buch «Traumpfade» aus den 1980er Jahren, die fiktive Geschichte von «Moleskine». Seine Worte werden zur Legende des umworbenen Notizbuches mit den abgerundeten Ecken. 1997 beginnt ein kleiner Mailänder Verlag dem legendären Notizbuch neues Leben einzuhauchen. Es wird gezielt nach den Beschreibungen von Bruce Chatwin entworfen. Der Name «Moleskin» ist ein Spitzname, den Chatwin in seinem Werk nutzt. Das italienische Unternehmen lässt den Begriff Moleskin schützen. Im Sommer 2006 kauft ein französischer Investmentfonds den kleinen italienischen Verlag und beginnt zu expandieren. Ganz so wie es Chatwin in seinem Buch beschrieben hat, sind heute hauptsächlich Buchhandlungen und Design-Geschäfte der Hauptvertriebskanal. Aber auch ohne den künstlerisch-literarischen Mythos ist die Faszination um «Moleskin» ungebrochen.