ember - der smarteste Kaffeebecher der Welt

Wer kennt das Problem nicht: Man kocht sich einen frischen Kaffee und er ist zu heiss. Man lässt ihn kurz abkühlen, aber dann ist er wieder zu kalt. Wie schön wäre es, man könnte seinen Kaffee immer zur gleichen, also der optimalen Temperatur geniessen? Wunschdenken? Nicht mit dem Becher des US-amerikanischen Start-ups ember. Dieser Wunderbecher kann den Inhalt auf konstanter Wunschtemperatur halten. Diese lässt sich über das Smartphone, die Smartwatch oder per Display steuern. Und er ist sogar spülmaschinenfest.

Wir haben Clay Alexander, Erfinder des smarten Kaffeebechers getroffen und mit ihm über seine Erfindung gesprochen.

ember - Kaffeegenuss auf höchstem Niveau
Clay Alexander - Gründer und Visionär

Wie kam Ihnen die Idee für ember?

Vor der Erfindung von ember habe ich mich lange Zeit mit dem Thema «Thermal Science Engineering» beschäftigt und eine Glühbirne entwickelt, die ich im Jahr 2009 an General Electric verkauft habe. GE hat sie die «GE Infusion» genannt. Es war damals die hellste LED-Glühbirne der Welt. An der Glühbirne habe ich fast drei Jahre gearbeitet, weshalb ich mich mit dem Thema Wärmetechnik intensiv auseinandergesetzt habe. Eines Morgens sass ich beim Frühstück und mein Rührei wurde kalt. Ich muss dazu sagen, dass ich ein langsamer Esser bin. Aber ich fragte mich «Warum ist mein Rührei kalt?» Dieses Problem musste ich lösen. Also habe ich einen Prototypen für den weltweit ersten beheizbaren Teller entwickelt. Warum lancieren Sie jetzt gerade die beheizten Kaffee- und Teebecher? Niemand mag es, wenn sein Kaffee zu heiss ist und man sich die Zunge verbrennt. Zu kalter Kaffee ist aber auch keine Option. Wir wollen das perfekte Trinkerlebnisse dem Kunden erlebbar machen und glauben, dass es der richtige Schritt ist, um Konsumenten an das Konzept heranzuführen.

Die Idee scheint so simpel. Wieso kam da vor Ihnen noch niemand drauf?

Damals, im Jahr 2009, hätte man dieses Produkt nicht auf den Markt bringen können. Das Problem waren die Batterien, die einfach viel zu gross waren. Batterien haben sich aber innerhalb der letzten Jahre so weit entwickelt, dass sie mit minimaler Grösse maximale Leistung erbringen können. Und genau das braucht unsere Technologie. Ein guter Erfinder ist in der Lage, in die Zukunft zu blicken. Und zwar etwa auf eine Sicht von zehn Jahren. Ich habe also bereits im Jahr 2009 das Patent für meine Technologie angemeldet, weil ich davon ausgegangen bin, dass Batterien in der Zukunft für unsere beheizten Teller und Tassen klein genug sein werden.

Was ist Ihre Version für ember?

Wir wollen verbessern, wie Menschen essen und trinken. Je länger das Essen auf dem Teller warm bleibt, desto entspannter kann man es geniessen. Es ist doch auch viel geselliger, wenn man sich bei einem Dinner mit Freunden ganz auf die Unterhaltung konzentrieren kann und keine Angst haben muss, dass die Gerichte kalt werden. Ausserdem verbessern beheizte Teller die Qualität des Essens.

Und Ihr Erfolg zeigt, dass die Idee aufgeht.

In den USA haben wir unsere Becher zunächst in 100 Starbucks Filialen angeboten. Die Kunden waren so begeistert, dass die Becher innerhalb der ersten acht Tage restlos ausverkauft waren. Also platzierte uns Starbucks in insgesamt 4’600 Coffeeshops. Mittlerweile sind wir bei Nordstrom, Bloomingdales und in einigen Apple Stores präsent. Nach der Lancierung unserer Keramiktasse haben wir in den ersten sechs Wochen 110'000 Becher verkauft. Heute verkaufen wir unsere Becher sogar im Moma Store in New York.
Ich fragte mich «Warum ist mein Rührei kalt?» Dieses Problem musste ich lösen.
Clay Alexander, Gründer ember

Was können wir in der Schweiz als nächstes von Ihnen erwarten?

Die Schweiz ist bekannt für Uhren und erstklassige Kaffeemaschinen. Jura und Nespresso sind zwei Schweizer Marken, die einfach grossartig sind. Als Ingenieur habe ich grossen Respekt vor diesen Maschinen. Die Schweiz ist ein spezieller Ort für Innovationen. Und ich glaube, die Menschen werden unser Produkt lieben.

Der Gründer Peter Jelmoli war ein Pionier seiner Zeit. Sehen Sie sich auch als solcher?

In Bezug auf Temperaturregulierung, ja. Ich wache einfach morgens auf und denke, was kann ich heute machen, damit Menschen ihr Leben noch mehr geniessen können? Eine Erfindung fängt meistens damit an, dass einem in seinem persönlichen Umfeld Dinge auffallen, die man verbessern könnte. Und dann fängst Du an, einen Prototyp zu entwickeln. Wenn man dann denkt, der Rest der Welt würde sich auf über diese Erfindung freuen, machst Du einfach weiter.

Alle reden über das «Internet of Things» – Was bedeutet das eigentlich genau?

ember ist eine Lifestyle-Marke. Wir entwickeln Produkte, die ein reales Bedürfnis ansprechen. Die Technologie arbeitet im Hintergrund. Sie muss einfach ihren Zweck erfüllen, damit der Becher bleibt.

Wie funktioniert ember?

Du schaltest Ember erstmalig ein und musst sie nie wieder an- oder ausstellen. Immer wenn Du die Tasse befüllst, erinnert sie die letzte Temperatur, die Du über die App eingegeben hast. Über die App kannst Du die Temperatur immer regulieren. Sie zeigt Dir ausserdem an, wieviel Grad Dein Getränk gerade hat. Die optimale Temperatur für Kaffee ist 55 Grad. Du kannst Deinen Kaffee also auf exakt dieser Temperatur warmhalten. So bleibt das ganze Aroma beibehalten.

Der smarte Becher ist im Smartech Pop-up Store bei Jelmoli im Parterre erhältlich. Smartech ist der innovative Player im Retail-Tech Bereich ist mit einem neuen Pop-up exklusiv bei Jelmoli eingezogen. Das kreative Start-up aus Grossbritannien macht Lifestyle-Gadgets und das Internet der Dinge für Konsumenten erlebbar. Sachkundige Smartech-Spezialisten beraten die Kunden demonstrieren die Gadgets vor Ort.