Der Berg ruft

Schnappen Sie sich Ihre Wanderschuhe und starten Sie mit unseren Wanderrouten-Vorschlägen in ein einmalig schönes Abenteuer.

Wandern ist Schweizer Nationalsport.

Die aktive Freizeitbeschäftigung gehört zur Schweiz wie das Caquelon zum Fondue. Ein Drittel der Bevölkerung, beziehungsweise über 2 Millionen Schweizerinnen und Schweizer, schnüren sich regelmässig die Wanderschuhe, um die unzähligen Wanderwege am Berg und im Tal zu erobern. Es verwundert nicht, dass Wandern so beliebt ist. Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihre spektakuläre Natur mit atemberaubenden Aussichten, glasklaren Seen und imposanten Bergmassiven – wahrhafte Bilderbuch-Motive. Dazu kommt ein sehr gut ausgebautes und gepflegtes Wanderwegnetz. Die gelben Wegweiser sind allgegenwärtig. Insgesamt beträgt die gesamte Länge der einheitlich markierten Schweizer Wanderwege etwa 62'000 Kilometer. Man könnte eineinhalb Mal den Äquator umlaufen, um alle Schweizer Wanderwege auszukundschaften.

Wie kam dieses ausserordentliche Wandernetz zustande?

Urheber der Wanderwege-Bewegung war der Lehrer Johann Jakob Ess. Er wanderte im Jahr 1930 mit einer Schulklasse den Klausenpass hinauf und musste am eigenen Leib erfahren, wie viele Gefahren die Wanderung barg. Der Auto- und Motorradverkehr hatte stark zugenommen, die Gruppe musste in Staub und Abgaswolken marschieren und um ihre Sicherheit bangen.

Ess schwor sich nach dieser Erfahrung, sich für markierte Wanderwege einzusetzen. 1934 gründete er mit einigen Weggefährten den nationalen Verband der Schweizer Wanderbewegung. Sie ging ein Jahr später in die Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege (SAW) über. Der Verband legte fest, Wanderrouten mit Wegweisern zu markieren, in Form von gelben Tafeln mit schwarzer Schrift. Bis heute – seit 85 Jahren – sind die Täfelchen ein Garant für gute Wanderrouten.

Herbstzeit ist Wanderzeit

Ganz besonders der Herbst gilt für Wanderinnen und Wanderer als schönste Saison. Die Natur färbt sich in einen Farbteppich aus gelben, roten, goldenen und braunen Blättern, die Sonne wirft ihre letzten warmen Strahlen über die Bergspitzen und die Luft ist klar mit wunderschöner Weitsicht.

Auch das Klima ist sehr angenehm für den Wandersport, weder zu heiss noch zu kalt. Doch man sollte stets vorbereitet sein, in schattigen Passagen kann es bereits recht kühl werden. Und in höheren Lagen muss man auch mit Schneefall rechnen. Warme und funktionelle Kleidung gehört bei einer Herbstwanderung in jeden gut gepackten Rucksack.

Bei Jelmoli in der Sportwelt in der 4. Etage finden Sie eine grosse Auswahl für Ihre Wanderausstattung.

 



Für alle, die dieses Jahr noch das ein oder andere intensive «Wanderwädli»-Training absolvieren möchten, haben wir vier wunderschöne Herbst-Touren zusammengestellt - im Wallis, im Berner Oberland und in Graubünden.


1. Paradies-Wälder und Gletscher-Abenteuer im Wallis

Mit einem herrlichen Blick auf den Aletschgletscher, den grössten und längsten Gletscher der Alpen, werden Sie auf dieser Wanderung belohnt. Der riesige Eisstrom formt sich seinen Weg durch die imposanten Gipfel der Berner Alpen und des Wallis und bietet unvergesslich schöne Ausblicke. Ein weiteres Abenteuer sind die Wege durch den paradiesischen Aletschwald. Dieser steht unter Naturschutz und verspricht mit seiner einmaligen Flora und Fauna Filmkulissen-Atmosphäre.


Wanderzeit 4 Std.
Distanz 10.5 km
Aufstieg 315 m
Abstieg 602 m
Startort Seilbahnstation Fiescheralp (Fiesch - Eggishorn)
Zielort Seilbahnstation Riederalp
Anspruch T2

Beschreibung

Ausgehend von der Fischeralp durchquert man erst den Ort in Richtung Südwesten und spaziert an der Bergflanke entlang zur Bättmer Hitta und danach zum Bettmersee. Danach führt die Route hinauf in Richtung Bergrücken, wo man nach einem kurzen Aufstieg den Blausee erreicht. Nach einem erneuten kurzen Anstieg eröffnet sich erstmals die Sicht auf den grossen Aletschgletscher. Weiter geht es durch den Aletschwald mit seinen uralten Arven hinauf zur Riederfurka. Dort lohnt sich ein Besuch des Pro Natura Zentrums Aletsch in der eindrucksvollen Villa Cassel, bevor man den kurzen Abstieg hinab auf die Riederalp angeht.

2. Matterhornspiegeln in Zermatt, Wallis

Der «5-Seenweg» ist eine der schönsten Touren in der Zermatter Bergwelt. Das weltberühmte Matterhorn hat man stets im Blick und es wartet ein besonderes Naturspektakel: Wer Glück hat ergattert auf der Wanderung einen unbezahlbaren Blick auf das Matterhorn, welches sich im glasklaren Bergsee widerspiegelt.


Wanderzeit 2 Std. 30 Min.
Distanz 9 km
Aufstieg 241 m
Abstieg 530 m
Startort Bergstation Seilbahn Blauherd
Zielort Bergstation Seilbahn Sunnegga
Anspruch T1

Beschreibung

Mit der Bergbahn geht es hinauf zur Bergstation Blauherd auf 2500 Meter. Von dort aus führt der Wanderweg hinauf zum Stellisee, danach im leichten Abstieg zum Grindjisee, Grünsee, Moosjisee und Leisee. Die Wanderung endet in Sunnegga. Die Tour begeistert mit einem phänomenalen Bergpanorama sowie guten Möglichkeiten, um einzukehren.

3. Augenweide auf 2028 m: Lagh da Saoseo, Graubünden

Der malerische Lagh da Saoseo wird von einem dichten Fichtenwald umgeben und findet immer wieder die Nennung als schönster See der Schweiz. Dies hat der See vor allem seiner Wasserfarbe zu verdanken, die sich mit karibischen Stränden messen kann. Die umliegenden Fichten machen das Postkartenmotiv perfekt.


Wanderzeit 4 Std. 40 Min.
Distanz 15 km
Aufstieg 773 m
Abstieg 773 m
Startort Bergstation Sfazù, Fermata – Busstation (Rundweg)
Zielort Bergstation Sfazù, Fermata – Busstation
Anspruch T2

Beschreibung

In Sfazù beginnt die Wanderroute. Von dort aus gelangt man mit einem leichten Anstieg zur Hütte Rifugio Saoseo, wo man gemütlich einkehren kann. Weiter geht der Wanderweg über die Siedlung Camp. Hier gabelt sich der Wanderweg und führt zum Lagh da Val Viola und danach weiter zum Lagh da Saoseo, der intensiv Kobaltblau leuchtet. Vom Lagh da Saoseo führt der Weg dann weiter hinab, vorbei an der Siedlung Saoseo. Durch Nadelmischwald und Farn gelangt man nach Terzana. Auf einem leichten Wanderweg entlang der Weiden erreicht man die Abzweigung nach Sfazù. Hier steigt man zum Campobach und überquert diesen. Auf der anderen Flusseite steigt der Weg steil hinauf, wo man schon bald bei der Colonia Buril ankommt. Die letzten 10 Minuten nach Sfazù legt man entlang der Strasse zurück.

4. Ausblickgenuss auf den türkisblauen Oeschinensee, Bern

Auf dieser anspruchsvollen Wanderung, oberhalb des beliebten Oeschinensees, werden Sie mit spektakulären Panoramaaussichten belohnt: Der Weg bietet die schönsten Blicke auf den Oeschinensee und die umliegende Bergwelt, die seit 2007 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.


Wanderzeit 3 Std.
Distanz 8.5 km
Aufstieg 503 m
Abstieg 503 m
Startort Bergstation Gondelbahn (Rundweg)
Zielort Bergstation Gondelbahn
Anspruch T2
Hinweis Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich: Passagen mit Ketten und Seilen gesichert

Beschreibung

Die anspruchsvolle Wanderung beginnt und endet bei der Bergstation Oeschinen hoch über Kandersteg. Der Rundweg beginnt gleich hinter der Bergstation Oeschinen Richtung Läger. Nach rund 15 Minuten teilt sich der Weg. Man wählt nun die Route nach Heuberg. Der Bergweg führt aufwärts und bald eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf den Oeschinensee. Vom Heuberg ist es noch ein kleiner Aufstieg zum höchsten Punkt der Rundwanderung. Dann geht es abwärts zum Oberbergli mit einer Alpwirtschaft und Blick auf die imposante Gletscherwelt der Blüemlisalp. Der Abstieg zum Unterbergli führt über Felsstufen. Der Weg ist steil und mit Seilen gesichert. Nun lockt die Unterbergli Beiz zur verdienten Pause. Von dort geht es gemütlich hinab zum Oeschinensee. Der Wanderweg führt weiter direkt zum Seeufer, an dem man zwei weitere Beizen vorfindet. Am Schluss geht es mit einem kleinen Aufstieg zurück zur Bergstation Oeschinen.

Zu einer erfolgreichen Wandertour gehört eine sorgfältige Planung. Wichtig ist, sich vorab über die Strecken- und Wetterverhältnisse zu informieren. Je nach Witterung können einzelne Routen gesperrt oder unterbrochen sein. Ausserdem ist es wichtig, die richtige Wander-Ausrüstung dabei zu haben. Eine hilfreiche Packliste zum Wandern finden Sie hier.

Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Wanderherbst.